Verleihung des Sylke Tempel Essaypreises

Am 25. September veranstalteten WIIS.de und die Zeitschrift Internationale Politik in Haus der DGAP die Preisverleihung des ersten Sylke Tempel Essaypreises. Der Preis ging an die Journalistin Annabelle Chapman für ihre Analyse des Verhältnisses von Nationalismus und Gender. Armgard von Reden hielt eine kurze Einführungsrede, gefolgt vom Chefredakteur der Zeitschrift Internationale Politik Martin Bialecki und der Jury-Vorsitzenden Judith Hart.
Nach der Übergabe diskutierten der taz-Chefredakteur Georg Löwisch und Frau Chapman über ihren Text und die Herausforderungen durch nationalistische Kräfte.

Frau Chapman in Diskussion mit Herrn Löwisch  Urkunden-Überreichung durch Herrn Bialecki, Gratulation durch Frau Hart und Frau von Reden

Dr. Armgard von Reden, WIIS.de Vorsitzende, zur Preisverleihung:

Herzlich willkommen zur Verleihung des Sylke Tempel Preises.

Wir freuen uns sehr, dass unser WIIS.de Mitglied Katalin Karsai im letzten Frühjahr die Idee zu diesem Preis hatte. Rachel Tausendfreund aus unserem Vorstand hat sie aufgegriffen und auch die IP als Kooperationspartner gewonnen. Auf den Preis werden Martin und Judith noch näher eingehen, und weil Rachel gesagt hat, ich dürfe über alles reden außer über 5 Minuten, beschränke ich mich auf drei Punkte:

Frau von Reden am Pult  Publikum

Erstens geht ein herzlicher Dank an die Jury. Judith Hart, Martin Bialecki, Florence Gaub, Daniela Schadt, Katrin Suder und Rachel Tausendfreund haben viele Essays gelesen und eine - wie wir hörten - intensive und lebendige Entscheidungssitzung gehabt. Sie haben sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, weil es viele interessante Essays gab. Unser besonderer Dank gilt dabei Judith, nicht nur weil sie den Vorsitz übernommen hatte, sondern auch für die großzügige finanzielle Unterstützung dieses Preises, die ihn langfristig sichert. Judith, Deine doppelte Unterstützung ist eine riesengroße Hilfe und eine wunderbare Überraschung. Unser Dank geht auch an Martin und die IP für die Veröffentlichung des Gewinnerbeitrags, und an die DGAP, dafür, dass wir die Verleihung hier ausrichten können.

Zweitens gilt mein Glückwunsch der Preisträgerin, Annabelle, very well done. Congratulations from the bottom of my heart. Ich habe den Beitrag gelesen und könnte noch einiges hinzufügen. Es ist einfach frustrierend, dass wir uns heute noch immer und sogar wieder verstärkt mit Nationalismus und Gender beschäftigen müssen. Ich bin sehr gespannt auf die Diskussion.

Und der dritte Punkt: Für Sylke war - neben der internationalen Sicherheit - die Förderung von jungen Frauen immer ein sehr wichtiges Anliegen. Das ist auch für uns eine Verpflichtung, der wir gerecht werden wollen - auch um Sylke gerecht zu werden. Ursula von der Leyen hat es in ihrer Laudation für die posthume Verleihung des Karl Carstens Preises an Sylke sehr schön gesagt: „Sylke Tempel fehlt, aber ihr Lebenswerk wird uns weiter Kraft und Zuversicht geben.“ Ein Teil dieses Lebenswerkes ist jetzt auch der Sylke Tempel Preis, und wir hoffen, dass er sehr vielen jungen Frauen Kraft und Zuversicht geben wird.

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