„Ist die Zukunft demokratisch? – Demokratie, Sicherheit, Technologie“

WIIS.de Jubiläumskonferenz zum 15-jährigen Bestehen
15.11.2018, Bayerische Vertretung in Berlin

Am 15.11.2018 feierte WIIS.de sein 15-jähriges Bestehen mit der internationalen Fachkonferenz „Ist die Zukunft demokratisch? – Demokratie, Sicherheit, Technologie“ in der Bayerischen Vertretung in Berlin gemeinsam mit 204 Gästen.

Die Veranstaltung wurde von Thomas Silberhorn, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung, eröffnet. Julianne Smith, Weizsäcker Fellow der Robert Bosch Stiftung, beleuchtete in ihrer Keynote Rede die Fragestellung „Wahrung unserer Demokratien – das nächste transatlantische Projekt?“, ehe Chantal de Gonge Oudraat, WIIS Global, Corinna Hörst, WIIS Brüssel, Beata Górka-Winter, WIIS Polen, mit Armgard von Reden, der Vorsitzenden von WIIS Deutschland, ihre Sicht auf internationale Sicherheit diskutierten.

Der zweite Teil des Vormittags war dem Thema Technologie gewidmet: Patricia Georgiou von Jigsaw/ Google, Haya Shulman vom Fraunhofer Institut und Celia Pelaz von Hensoldt hielten kurze 10-minütige Input Talks rund um das Thema Tech. Im Anschluss diskutierten sie gemeinsam mit Nad’a Kovalcikova vom German Marshall Fund und mit Donata Riedel vom Handelsblatt, die als Moderatorin fungierte, die neue Welt der Cyber-Sicherheit und Cyber-Verteidigung.

Nach dem Mittagessen gehörte die Bühne den WIIS.de-Mitgliedern. Fünf junge WIIS-Damen hielten fünfminütige Kurzvorträge zu ihren Fachgebieten im Nexus Demokratie, Sicherheit und Technologie.
In drei parallel stattfindenden Breakout Sessions diskutierten ExpertInnen, Wissenschaftlerinnen, Politikerinnen und militärische Vertreterinnen, wie beispielsweise Mariam Safi, Leiterin der Organisation for Policy Research and Development Studies in Afghanistan, Almut Wieland-Karimi, Geschäftsführerin des Zentrums für Internationale Friedenseinsätze, Marie-Luise Dött, MdB, und Konteradmiralin Heidi Berg vom US Africa Demand, die Zukunft von Demokratie, die Zukunft von Sicherheit und künstliche Intelligenz in der Kriegsführung.

Es folgte die Rede der Gesandten Quinville zu den USA und seinen Verbündeten in einer Welt im Wandel. Anschließend diskutierten die Grünen-Abgeordnete Agnieszka Brugger und Generalleutnant Hans-Werner Wiermann, deutscher Militärvertreter beim Militärkommitte der NATO und EU, moderiert von Deutschlandfunk-Korrespondentin Nana Brink, kontrovers die Zukunft transatlantischer und europäischer Sicherheitsbündnisse sowie ob es Bedarf zur Generalüberholung dieser gebe.

Katarina Barley, Bundesministerin für Justiz und Verbraucherschutz, sprach in ihrer Abschlussrede sowohl an, dass soziale Medien nicht als rechtsfreier Raum gelten dürften, als auch dass wir in einer bedeutenden Zeit für Demokratie und internationaler Kooperation lebten. Vor allem vor dem Hintergrund des Brexit werde offenbar, dass wir aktiv werden müssten – wir könnten Demokratie nicht einfach nur konsumieren, sondern müssten uns auch für sie einsetzen.

Viele der WIIS.de-Mitglieder, die sich im Rahmen des Konferenzteams für die Umsetzung der Konferenz engagierten, taten dies unter anderem auch in Erinnerung an Sylke Tempel. Ehe die Konferenz mit einem informellen Empfang im Bierkeller der Bayerischen Vertretung endete, wurde deshalb der Sylke-Tempel-Essay-Prize, der gemeinsam von WIIS.de und der Zeitschrift Internationale Politik (IP) initiiert wurde, vorgestellt.

Durch den Tag hatte Rachel Tausendfreund geführt, die auch die Federführung für die Konferenz übernommen hatte. Zum Ausklang der Konferenz lud Armgard von Reden stellvertretend für WIIS.de alle TeilnehmerInnen dazu ein, sich bei „Dips, Drinks and Defense Discussions“ auszutauschen, zu netzwerken und weiter zu diskutieren.

Nicht nur Katarina Barley lobte die Konferenz, ihre Organisation und das Format im Rahmen ihrer Rede – auch die anderen SprecherInnen und die TeilnehmerInnen der Konferenz waren mit den Inhalten und der Organisation der Konferenz sehr zufrieden. Dies bestätigte sowohl individuelles Feedback, welches an das Konferenzteam im Rahmen der Nachbereitung herangetragen wurde, aber auch die Ergebnisse der Umfrage unter den TeilnehmerInnen der Konferenz, die im Auftrag der NATO durchgeführt wurde.